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Wieso ich an Selbstheilung und alternative Heilmethoden glaube_Teil 1

Danke lieber Philipp für deine offene Art. Danke, dass du heute bei unserem Telefonat deine Bedenken und Zweifel mit mir geteilt hast 😌

Dies bringt mich nämlich dazu (endlich) mal mehr von mir zu schreiben- also darüber wieso ich an Selbstheilung und alternative Heilmethoden glaube.

Ich habe zum einen selber einige Erfahrungen machen dürfen und zum anderen hatte ich irgendwie schon immer ein gewisses Urvertrauen und wohl auch Glück durch meine Offenheit…und ich kann einfach voll nicht lange leiden, unzufrieden und unglücklich sein, ich suche immer nach Lösungen und greife dabei nach allen möglichen Strohhälmen. Mir sind auch meine körperliche und geistige Gesundheit das allerwichtigste (also materieller Besitz ist eher total unwichtig bzw gar nicht interessant). Somit steht das Vertrauen auch über den Zweifeln, ob diese Art von Heilmethode überhaupt funktioniert. Ich will geheilt werden, unbedingt gesund sein, weshalb ich von Vornherein mit gutem Glaube an etwas Neues herantrete.

2 Gedanken zu „Wieso ich an Selbstheilung und alternative Heilmethoden glaube_Teil 1“

  1. Hallo Jule!
    Kannst du für uns zur besseren Klarheit zusammenfassen was Phillip für Bedenken hatte?

    Ich kenne beide Welten, die Spiritualität als Reiki-Praktizierender wie auch die Wissenschaft und Schulmedizin als Molekularbiologe in der Krebsforschung. Und ich kann daher sagen, beide Seiten können voneinander lernen. ^_^
    Die Wissenschaft zeigt, jede Krankheit ist individuell, schon auf der molekularbiologischen Ebene. Wenn man schon sieht, wie ein Embryo sich aus einer Zelle entwickelt, wie viele Entscheidungen jede Zelle zu ganz bestimmten Zeitpunkten in der Entwicklung des Fötus macht, so muß man schon Achtung und Ehrfurcht haben vor dem Leben, wie unsere Körper sich entwickelt, wie er sich selbst repariert, reguliert auf allen Ebenen (Gehirn-Drüsen-Organe-Singaltransduktion zwischen Zellen und in der Zelle). Der menschliche Körper ist ein biochemisches Fließgleichgewicht, jede Zelle hat ihre Aufgabe darin und sie kommuniziert auch mit anderen. Daher ist der Körper selbst holistisch zu sehen und auch die Entwicklung einer Krankheit ist holistisch und umfasst viele Faktoren.
    Weiterhin sind wir eingebunden in unsere Umwelt z.b. über unsere Ernährung, Sport, wie wir aufeinander reagieren und auf die Welt. Unsere Emotionen und Glaubensmuster wirken sich unmittelbar, wie auch mittelbar auf die Biochemie unserer Körpers aus. Und unser Verhalten prägt uns auf der Ebene der Zellen genauso, wie unsere Erinnerungen. Wer sich damit beschäftigen möchte, dem kann ich das Feld der Epigenetik wärmstens empfehlen. Weitere Indikatoren aus der Wissenschaft sind z.b. epidemiologische Studien zu Stress und Krankheiten, Ernährung, Psychoneuroimmunologie wie auch die Existenz des Placebo-Effekts. Der Glaube versetzt insofern Berge, daß bei positivem Glauben z.b. Endorphine freigesetzt werden die schmerzlindernd wirken im Körper. Negativer Glauben induziert Stress und kann das Immunsystem runterregulieren und uns somit anfälliger für Krankheiten werden lassen. Es gibt internationale wissenschaftliche Studien zu z.b. Akkupunktur, Massage und auch Reiki, dieses Feld erweitert sich mehr und mehr.
    Und die Spiritualität lässt uns erkennen, alles ist verbunden, der Mensch als Ganzes und seine Geschichte, seine Entscheidung bestimmen ob er krank wird oder gesund bleibt. Krankheit ist nichts anderes als ein Signal, aufmerksam zu sei und um sich dann bewußt für eine Veränderung seines Lebens entscheiden zu können. Und sie zeigt, wir sind mehr als unser Körper, unsere Psyche, wir sind spirituelle Wessen, kreativ und haben die Kraft, uns zu verändern. Ich meine, Wissenschaft und Spiritualität konvergieren mehr und mehr auf der Ebene der Holistik unseres Seins.
    Was ich gerade sehe ist eine Annäherung von Schulmedizin und komplementärmedizinischen Behandlungen (den Begriff alternative Therapien möchte ich nicht verwenden weil er ein „gegen etwas sein“ impliziert. Ich vertrete die Ansicht, alles, was mir hilft bei meiner Gesundung, ist erlaubt und ich sollte die Synergien nutzen um den besten Support für mich zu bekommen, der möglich ist). Viele Ärzte wachen gerade auf und sehen die Vorteile von z.b. Leberwickeln, Physiotherapie, Klangtherapie, Akkupunktur, Meditation, Tai Chi und Chi Gong, Ernährungsberatung und psychologische Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen. Es gibt entsprechende Kliniken, die solche holistischen Ansätze fahren, Schulmedizin und Komplementärmedizin verbinden. Noch nicht überall, doch immer mehr.
    Wichtig aber auch ist immer vor der Anwendung: Gibt es fundierte Beweise für eine Wirksamkeit der Behandlung, so arbeitet nun einmal die Medizin. Der Arzt ist ethisch verpflichtet, seinem Patienten eine wirksame Therapie zu geben. Nur was erprobt ist (z.b. in umfangreichen Studien mit hunderten von Patienten, die ein neues Medikament bekommen und zeigen müssen, daß es besser ist als die bisherige Behandlung) und sich wirksam zeigt, darf auch dem Patienten als Basis-Behandlung gegeben werden. Komplementärmedizinische Heilmethoden nähren sich da mehr und mehr an mit wissenschaftlich fundierten Methoden, die das objektiv belegen.
    Und ich sehe aber auch auf beiden Seiten Menschen, die es zur persönlichen Bereicherung oder für Macht ausnutzen. Ob nun Lobbyismus der Pharma bei bestimmten Medikamenten (doch auch hier muß immer ein Nachweis der Wirksamkeit in Studien erbracht werden, bevor ein Medikament für die Behandlung zugelassen werden darf von Behörden wie der FDA, oder der EMEA) oder aber Scharlatane in der Alternativmedizin-Gemeinschaft, die mit Angst der leute spielen und ihnen Heilung versprechen ohne belegten Wirkungsnachweis. Auf beiden Seiten gibt es schwarze Schafe, was aber nicht bedeutet, daß Methoden von beiden Seiten nicht auch Patienten nutzen können. Das hängt von jedem Patienten individuell ab.
    Die Frage ist, will der Behandler das Beste für seinen Patienten?
    Wichtig ist auch, hat der Patient Vertrauen zum Behandler und lässt er sich nicht von Ängsten treiben? „Fix it for me“ ist nicht der beste Weg. Er sollte das Beste aus beiden Welten für sich kombinieren und aktiv an der Behandlung teilnehmen. Er darf bereit sein, sich selbst zu verändern, sein Leben zu verändern, um sich selbst zu heilen. Mit Unterstützung seines Arztes oder Behandlers.

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