Allgemein

Ist Konsumieren vielleicht größtenteils auch ein Kompensieren

Ich hab immer wieder diese Gedanken und den Impuls darüber zu schreiben.

Heute darf es sein…

Es ging vorhin schon los.

Und jetzt fließen die Gedanken ganz klar während ich mittlerweile mit meinem SUP Board auf dem wunderschönen Chiemsee sein darf.

Mir kam der Gedanke ganz aktuell wieder weil ich gern viel und oft esse. Ganz besonders dann wenn ich in einer gewissen Emotionalität stecke.

Ich habe mich jetzt lang beobachtet, daher weiß ich, dass ich hier kompensiere.

Denn meist mag ich dieses Gefühl was da in mir aufkommt nicht aushalten und nicht richtig hinein spüren und hören…so greife ich dann gern zu was leckerem zu Essen und schon schüttet mein Körper Glückshormone aus und mir geht es gleich besser. Und das ganze ist schon so automatisiert und in meinen Alltag integriert, dass es mir fast nicht aufgefallen wäre wenn ich nicht über lange Zeit genau hingeschaut hätte.

Dabei sind Gefühle zum fühlen da.

Es ist wichtig.

Es ist hilfreich.

Und vor allem sehr heilsam.

Dann habe ich es nicht nur bei meiner Emotionalität beobachtet sondern auch wenn mir entweder langweilig ist oder wenn ich was machen müsste, es aber nicht so gern will…

Irgendwie bemerke ich bei mir auch seit Längerem, dass ich eigentlich sozusagen vielmehr in den Output gehen will und nicht mehr so viel Input haben will. Essen zähle ich u.a. auch irgendwie zu Input, fragt mich nicht wieso 😊

Um mehr „Output“ zu bringen bedarf es mir allerdings an Mut, Überwindung, raus aus der Bequemlichkeit. Und das ist nicht ganz leicht…

…spannend wie man vom Essen hierher kommen kann…

Naja. So bin ich. Voll viel am Denken 😊

Was meine ich genau mit Output. Damit meine ich den Ausdruck meiner Selbst, damit meine ich das direkte In-Aktion-Gehen und für etwas Einstehen, was mir wichtig ist, was mich interessiert, was mir am Herzen liegt. Einfach aktiv werden. Das Schreiben hier zum Beispiel ist ein Output, da brauch ich zum Glück nicht mehr viel Mut und Überwindung, eher die Muße 😁

Mal weg vom Konsumieren des Essens.

Was gibt es denn da noch alles?

Ah ja klar…

Im Prinzip ist jeglicher Input eine Form von Konsum, finde ich.

Somit ist das viele Einkaufen eine Form von Konsum.

Sogar viele Bücher lesen oder viele Workshops besuchen oder oder oder ist alles Konsum.

Denn, man „führt“ sich etwas von Außen zu und lässt es nicht aus sich heraus, also von Innen, entstehen.

Und wieso Konsumieren wir eigentlich noch.

Ja klar.

Weil wir Glücksgefühle haben wollen. Wir suchen eigentlich ein Leben lang danach glücklich und zufrieden zu sein.

Was genau steckt in den zwei Worten? Einmal Glück und einmal Frieden. Und wo ist hier das Wort Liebe. Das fehlt mir noch. Also ich finde, wir suchen auch ein Leben lang nach dem Gefühl geliebt zu sein. Und da haben wir es wieder.

Ich selbst habe Ewigkeit im Außen nach all dem gesucht. Aber wisst ihr was…mein Schicksal, mein Lebensweg, meine Seele haben es wohl gut mit mir gemeint und mir eine Phase in meinem Leben beschert, die es mich hat erkennen und erleben bzw. spüren lassen, dass ich all das (erst einmal) in mir DrInnen finden kann.

🎶 🎧 Floating von Kim Aspen https://open.spotify.com/track/4aYrF3XKCIkDiaX8oNDZEx?si=GxZo1O9dS9O3ucaNufsq2Q

Kann man vielleicht auch das eigene Arbeiten- Gehen, Arbeit- Verrichten und Anderen- Helfen auch als eine Art Konsumieren bezeichnen?! Mir kommt es in den Sinn weil wir ja dadurch im Gegenzug Geld und/oder Bestätigung, Wertschätzung, Dankbarkeit, Ansehen und vielleicht sogar Macht dadurch erhalten…

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5 Gedanken zu „Ist Konsumieren vielleicht größtenteils auch ein Kompensieren“

  1. Hallo Jule! Glücklich siehste aus!

    Was macht denn das Surfen mit dem Board auf dem Chiemsee mit dir?

    Netter Beitrag. Kann nicht umhin, darauf zu antworten. ^_^ Ist ein Impuls in mir, meine Erfahrungen mit dir und anderen zu teilen, zu motivieren, zu inspirieren. ^_-

    Du schriebst: „Denn meist mag ich dieses Gefühl was da in mir aufkommt nicht aushalten und nicht richtig hinein spüren und hören…so greife ich dann gern zu was leckerem zu Essen und schon schüttet mein Körper Glückshormone aus und mir geht es gleich besser. Und das ganze ist schon so automatisiert und in meinen Alltag integriert, dass es mir fast nicht aufgefallen wäre wenn ich nicht über lange Zeit genau hingeschaut hätte.“

    Super, daß du es erkannt hast! Das ist es, wenn du mit dir selbst ehrlich bist, spirituelle Intimität mit dir selbst hast und tiefer gehst, um zu erkennen, um zu erlösen. Die alten Gewohnheiten dürfen fallen. Ist ne gute Zeit dazu gerade. ^_^

    „Dabei sind Gefühle zum fühlen da.

    Es ist wichtig.

    Es ist hilfreich.

    Und vor allem sehr heilsam.“

    Das verstehe ich noch nicht. Wie können Gefühle heilsam sein?
    Der erste Schritt finde ich, ist sie zuzulassen, klar, doch dann ist es wichtig, dahinter zu sehen. Die Botschaft, die dahinter liegt für einen. Eben tiefer zu gehen. Die Gefahr ist sonst, daß man im Gefühlsloop stecken bleibt und nicht zur (Er-)Lösung kommt. Also, was kommt immer wieder in dein Leben, was du jetzt erlösen kannst? Thumbs up!

    „Irgendwie bemerke ich bei mir auch seit Längerem, dass ich eigentlich sozusagen vielmehr in den Output gehen will und nicht mehr so viel Input haben will. Essen zähle ich u.a. auch irgendwie zu Input, fragt mich nicht wieso“

    Doch! ^_^ Also, warum ist das so, daß du nur geben willst und nicht empfangen? Welchen glauben hast du über Konsumieren? Nicht zu viel denken, mit dem Herzen die Antwort finden. Zu essen ehrt auch den Körper, der Ausdruck deines Seins ist.

    Wenn du Service meistern willst, darfst du beides annehmen, Geben (Output) und Empfangen (Input).

    „für etwas Einstehen, was mir wichtig ist, was mich interessiert, was mir am Herzen liegt.“

    Yep! Was dir am Herzen liegt.

    „Denn, man „führt“ sich etwas von Außen zu und lässt es nicht aus sich heraus, also von Innen, entstehen.“

    Tja, kannst du ein Geschenk von der Welt annehmen, eben weil dich die Welt liebt? Kreativ zu sein bedeutet auch Demut vor der Welt und sich selbst zu haben. Auch mal die Hilfe anderer anzunehmen, die nichts anderes ist als ein Ausdruck der Liebe.

    “ Sogar viele Bücher lesen oder viele Workshops besuchen oder oder oder ist alles Konsum.“

    Konsum kann auch Ablenkung sein. Den Geist zu beschäftigen, um nicht mit sich selbst ins Reine zu kommen.

    „Weil wir Glücksgefühle haben wollen. Wir suchen eigentlich ein Leben lang danach glücklich und zufrieden zu sein.“

    Nicht unbedingt. Kntaschig kann ich auch ganz gut sein. ^_^ Nach Glück und Frieden suchen ist blöd, ihn in sich zu finden, das ist gut! ^_^

    „wir suchen auch ein Leben lang nach dem Gefühl geliebt zu sein.“

    Ich glaube, das ist ein Kernsatz für dich. Der Glaube, der dich zurückhält.

    Kannst du dich selbst genug lieben, um deine Liebe anderen zu geben und sie zu empfangen von anderen?

    „Kann man vielleicht auch das eigene Arbeiten- Gehen, Arbeit- Verrichten und Anderen- Helfen auch als eine Art Konsumieren bezeichnen?! Mir kommt es in den Sinn weil wir ja dadurch im Gegenzug Geld und/oder Bestätigung, Wertschätzung, Dankbarkeit, Ansehen und vielleicht sogar Macht dadurch erhalten…“

    Oh! Da gehste deinem Ego ein wenig auf den Leim, finde ich: Bequemlichkeit, um nicht in Aktion zu kommen. ^_-

    Ja, es gibt Menschen, die Arbeiten, um anderen zu helfen und damit Bestätigung, Dankbarkeit, Ansehen zu bekommen. Eben Wertschätzung zu bekommen. Ihnen fehlt die Selbstwertschätzung und sie versuchen es von außen zu bekommen. Doch es ist nie genug, weil sie in Wahrheit glauben, einen Mangel zu haben, z.B. keinen Wert zu haben. Und so kreieren sie sich eine Welt des Mangels, sehen den Mangel um sich in der Welt und kompensieren mit Konsum, was aber nie die Ursache lösen wird. Ist nur ein Make-Up, oder ein rumdoktorn am Symptom. Ähnlich ist es mit der Macht. Viele wollen Macht, um ihre innere Hilflosigkeit zu kompensieren. Ein Schutz vor der Welt. Geld kann auch dazu da sein, einen Mangel zu kompensieren.

    Doch es geht auch anders. Du darfst arbeiten, um Geld zu empfangen für das was du der Welt gabst. Wie du gibst, so wird dir gegeben. Geld als ein Geschenk der Liebe. DAS hat ne ganz andere Resonanz! Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Du darfst arbeiten, um etwas in die Welt zu setzen, was dem Wohle einiger oder aller dient. Weil du die Welt liebst. Du darfst arbeiten, um Macht zu haben, damit du weise voller Liebe für andere da sein kannst, sie zu inspirieren, sie zu ermächtigen, ein Leben voller Liebe zu leben.

    Du darfst dankbar sein, zu empfangen, wie zu geben.

    Du darfst deine Arbeit lieben, weil du dich selbst liebst und aus Liebe etwas für dich und die anderen tust. Weil du mit allen zusammen bist, um diese Welt zu erschaffen.

    Liebe Grüße,

    Rudi

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  2. Per Reader bin ich zufällig bei dir gelandet
    und beim Lesen kam mir ein Impuls, den ich nicht unterdrücken konnte – ergo hier mein „output“:
    – Verzehren wir, weil wir uns verzehren? – das mein sprachlich/semantischer Output.
    – „Nicht-mehr-Müssen-müssen“ bringt den Frieden, ergo Loslassen…
    und sich verschenken, aus der Fülle heraus, aus dem Frieden und da wir nicht mehr „Müssen-müssen“, aus einer, der bedingungslosen Liebe…??

    Nur so ein paar gepulste Gedanken, aus meiner kleinen, unscheibaren Fülle,
    obwohl ich mich auch noch verzehre.

    Liebe Grüße,
    Raffa.

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